Alternativ-Verfahren

Einzelne Verfahren im Vergleich

Grundsätzlich ist zu sagen, dass es aktuell eine ganze Reihe von Verfahren zur Schimmelbekämpfung gibt. Das reicht von Produkten und Verfahren aus der Industrie, bis hin zu den altbekannten Hausmitteln.

Viele Anbieter auf dem Markt versprechen den Schimmel zu entfernen, erklären aber meist nicht WIE!

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die marktüblichen Verfahren – neben unserem BMB® – Verfahren.

Innenbereich

Abfräsverfahren

Bei verputzten Wänden kann nach Schimmelbefall die Putzschicht im Fräsverfahren abgetragen werden. Mit dieser Methode werden Schimmel und das Schimmelmyzel aus der Oberfläche entfernt. Da der maschinelle Einsatz beträchtlich ist, können diese Arbeiten nur von erfahrenen Betrieben durchgeführt werden. Das abgefräste Material ist Sondermüll und muss teuer entsorgt werden. Die zeitliche Nachbearbeitung ist erheblich, da neuer Putz aufgetragen werden muss und meist auch noch Maler- und/oder Tapezierarbeiten anstehen. Die Räume können oft wochenlang nicht genutzt werden.

 

Vorteil:
> Entfernung des Schimmelmyzels

 

Nachteil:
> Durch die hohe Staubbelastung verbleibt allergisches und pathogenes Potential in Staubform
> Große bauliche Sanierungsmaßnahmen in Folge notwendig
>  Betroffene Räume können über längere Zeiträume nicht benutzt werden
> Anwendung ausschließlich auf verputztem Mauerwerk
> Große Belastung der Raumluft
> Hohe Kosten

 

Malverfahren – Alkalisierung

Die mit Schimmel befallenen Flächen werden entweder mit einer Lauge vorgestrichen und danach mit einer Wandfarbe übermalt, oder die verwendete Wandfarbe enthält schon einen Laugenzusatz. Durch diese Behandlung liegt der pH-Wert immer über einem pH-Wert von 10 und hemmt dadurch das Wachstum des Schimmels. Da das Schimmelmyzel in den tieferen Wandschichten verbleibt und eine Farbschicht aufgetragen wurde, kommt es erst zeitverzögert wieder zu optisch wahrnehmbaren Schimmelbefall.

 

Vorteil:
> Sehr rascher und positiver optischer Effekt

 

Nachteil:
> Es erfolgt keine Abtötung des Schimmels
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Die Wandoberfläche ist dauerhaft stark alkalisch belastet
> Allergisches bzw. pathogenes Potential bleibt im Mauerwerk
> Gefahrstoffe verbleiben dauerhaft an der Oberfläche – wenn auch nicht sichtbar
> Das Myzel durchdringt irgendwann wieder die Farbschicht

 

Malverfahren in Kombination mit Desinfektionsmitteln

Um rasche und kostengünstige optische Ergebnisse auf gemalten Oberflächen zu erzielen, wird bei diesem Verfahren der Wandfarbe ein Desinfektionsmittel direkt zugesetzt. Die oberflächliche Inaktivierung des vorhandenen Mauerschimmels passiert bereits nach wenigen Minuten nach der Behandlung.

 

Vorteil:
> Sehr rascher und positiver optischer Effekt
> Räume können rasch wieder genutzt werden

 

Nachteil:
> Es erfolgt keine Abtötung des Schimmels
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Allergisches bzw. pathogenes Potential bleibt in der Oberfläche
> Große Belastung durch den Verbleib von Bioziden in der obersten Farbschicht
> Anwendung ausschließlich auf bemalten Oberflächen
> Das Myzel durchdringt irgendwann wieder die Farbschicht

 

„Do-it-yourself“ - Verfahren

Für Heimwerker gibt es ein breites Sortiment an Schimmelbekämpfungsmitteln. Es ist ein Leichtes, sich eine Flasche zu kaufen und damit dann die befallene Schimmelstelle einzusprühen. Die angebotenen Verfahren sind meist zweistufig, da auch Stabilisierungsmittel mit angeboten werden. Da diese Biozidprodukte frei erhältlich sind und somit unkontrolliert eingesetzt werden, werden diese Produkte in sehr stark verdünnten Anwendungslösungen mit wenig Wirkstoff verkauft.

 

Vorteil:
> Rasche Durchführung

 

Nachteil:
> Es erfolgt keine Abtötung des Schimmels
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Allergisches bzw. pathogenes Potential bleibt im Mauerwerk
> Es verbleiben dauerhaft Gefahrstoffe in den obersten Wandschichten, aufgrund des Einsatzes eines Biozides
> Keine Desinfektion der Luft

 

Ökologische Verfahren

Viele Menschen lehnen den Einsatz von Chemikalien ab und stehen ihrer Anwendung skeptisch gegenüber. Es wird versucht mit Hausmitteln den Schimmel zu bekämpfen. Dabei kommt eine Vielzahl an vermeintlich unbedenklichen Stoffen zum Einsatz. Diese sind unter anderem Alkohol, Essig, Soda, Geschirrspülmittel, Fruchtsäuren, usw. Man kombiniert den Einsatz mit viel Scheuermechanik (Bürsten, Schrubben, Wischen).

 

Vorteil:
> Durchführung in Eigenregie mit geringen Kosten
> Meist positives optisches Ergebnis

 

Nachteil:
> Es erfolgt keine Abtötung des Schimmels
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Allergisches bzw. pathogenes Potential bleibt in der Oberfläche
> Chemikalien (Soda, Geschirrspülmittel) bleiben dauerhaft an der Oberfläche
> Keine Desinfektion der Luft
> Mechanische Zerstörung/Aufrauhung der behandelten Oberflächen bildet Nährboden für weitere Mikroorganismen und Schimmelsporen
> Durch Verbleib der Essigsäure an der Oberfläche, bildet diese ein gutes Nahrungsangebot für neue Schimmelorganismen

Oberflächenschaumverfahren auf Basis von Peressigsäure

Mit Schimmel befallene Wände und Oberflächen werden im Sprüh-/Schaumverfahren eingeschäumt. Der Vorgang muss dabei meist mehrfach wiederholt werden. Mit Hilfe der eingesetzten Schaumtenside sollen die Wirkstoffe Wasserstoffperoxid und Peressigsäure in die oberflächennahe Wandstruktur eindringen und so zu einer Desinfektion bzw. Bleichung führen. Hier wird von einer Reaktion und Herauslösung der obersten organischen Materialien gesprochen, allerdings kann dies erst nach einem aufwändig hergestellten Trocknungsgrad erreicht werden. Erst dann können die betroffenen Flächen mit Industriesaugern abgesaugt werden. In den meisten Fällen muss auch noch mit HEPA-Filtersystemen nachgearbeitet werden.

 

Vorteil:
> Man kann optisch klar erkennen, welche Flächen behandelt wurden (Bleichung)

 

Nachteil:
> In der Wand verbleiben Rückstände von Essigsäure
> Die Oberfläche der Wand unterliegt einer starken pH-Wert Veränderung
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Es verbleibt eine lange, unangenehme und intensive Geruchsbeeinträchtigung – Essiggeruch
> Das allergische Potential verbleibt in der Wand
> Das Verfahren kann nur an sehr stark getrockneten Wänden durchgeführt werden
> Es verbleiben dauerhaft Gefahrstoffe in den obersten Wandschichten, aufgrund des Einsatzes eines Biozides
> Durch Verbleib der Essigsäure a. d. Oberfläche, bildet diese ein gutes Nahrungsangebot für neue Schimmelorganismen

Nebelverfahren

Die von Schimmel befallenen Räume werden mit einem stark verdünnten Desinfektionsmittel im Trockennebel-/Fogging-Verfahren behandelt. Aufgrund der niedrigen Wirkstoffkonzentration ist ein Einsatz unbedenklich. Dieses Verfahren hat lediglich eine oberflächlich inaktivierende Auswirkung und wird häufig mit einer zusätzlichen mechanischen Bearbeitung (z.B. getränkte Mikrofasertücher) an den verschimmelten Stellen durchgeführt. Der Erfolg der Entschimmelung ist rein optisch und nur oberflächlich.

 

Vorteil:
> Räume können sehr zeitnah wieder genutzt werden

 

Nachteil:
> Es erfolgt keine Abtötung des Schimmels
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Lediglich kurzfristiger desinfizierender Effekt in der Raumlauft
> Kein Einsatz im Freien möglich
> Oberfläche wird mechanisch bearbeitet
> Gefahrstoffe verbleiben dauerhaft in den obersten Wandschichten, aufgrund des Einsatzes eines Biozides

Außenbereich

Entschimmelung / Entalgung von Dämmfassaden

Kunststoffputze auf Dämmmaterial unterliegen aufgrund der verschiedenen Umwelteinflüsse einer Vielzahl von Gefahren. Durch die Einwirkung von UV-Strahlung, Starkregen, Schlagregen, starker Sonneneinstrahlung und frostigen Nächten bilden sich auf diesen Fassaden nach einer gewissen Zeit Mikrorisse. Über diese Mikrorisse dringen Feuchtigkeit, Mikroorganismen und organische Partikel wie Staub und Pollen ein. Diese schaffen einen idealen Nährboden für gefährlichere Mikroorganismen wie z.B. Grün- und Rotalge.

 

Bedingt durch die diversen Umwelteinflüsse wird es an Fassaden niemals eine absolute Garantie auf absolute Keimfreiheit geben. Mit einer mikrobiologischen Probennahme ist dies nachweisbar.

 

Aber im Falle des Befalls mit Grün- und Rotalge, kann die Bausubstanz und der Wert der Immobilie langfristig geschädigt werden. Wir zeigen Ihnen nachfolgend einige gängige Formen der Fassadensanierung auf.

Überstreichen der Fassade

Die aufgetragene Farbe hat ein schnelles optisches Ergebnis, aber sie überdeckt nur die Oberfläche und schließt die Veralgung ein. Die Oberfläche bildet nach überschaubarer Zeit wieder Mikrorisse und die unter der Farbschicht schlummernde Veralgung setzt sich explosionsartig fort.

 

Vorteil:
> Sehr rascher und positiver optischer Effekt

 

Nachteil:
> Es erfolgt keine Abtötung der Algenkolonien
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Die Algenkolonien durchdringen irgendwann wieder die Farbschicht

Behandlung der Fassade mit Bioziden

Die Behandlung mit Bioziden hat ein Abtöten der Algen und Mikroorganismen auf der Oberfläche zur Folge. Zusätzlicher Einsatz von Chlorkomponenten führt zu einer bleichenden Wirkung, aber auch hier wird nur an der Oberfläche gearbeitet. Die in tieferen Schichten sitzenden Partikel, Myzele und Organismen bleiben von diesen Maßnahmen völlig unberührt.

Nach einer kurzen „Erholungsphase“ stürzen sich die in tieferen Schichten sitzenden Mikroorganismen auf das abgestorbene organische Material in den oberen Schichten und haben sofort wieder Nährstoffe für ein noch intensiveres Wachstum.

 

Vorteil:
> Sehr rascher und positiver optischer Effekt

 

Nachteil:
> Es erfolgt keine Abtötung der Algenkolonien
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Organisches Totmaterial verbleibt in der Oberfläche
> Große Belastung durch den Verbleib von Bioziden in der obersten Farbschicht
> Die Algenkolonien durchdringen irgendwann wieder die Farbschicht

 

Mechanische Behandlung der Fassade

Weit verbreitet ist die Behandlung der Fassade mit mechanischen Mitteln wie z.B. dem Hochdruckreinigen. Sichtbares Algen- und Flechtenmaterial wird mit Hochdruck und starkem Wassereinsatz regelrecht von der Fassade weggeschleudert, aber auch tiefer in das Material hineingepresst. Durch diese starke Beanspruchung der Oberfläche, bilden sich zusätzliche Risse und Furchen in der Oberfläche, die für künftige Mikroorganismen wieder einen hervorragenden Verankerungsplatz bilden. Gleichzeitig werden große Mengen an Wasser und Feuchtigkeit in die Fassade eingebracht. Dies macht die Fassade schwerer, die Feuchtigkeit verbleibt lange in der Fassade, da sie meist nur über Dampfdiffusion entweichen kann. Feuchtigkeit und organische Partikel die tiefer in die Fassade eindringen konnten, bilden wieder einen zusätzlichen Nährboden für tiefliegende Algenmyzele und kommen sehr rasch wieder an die Oberfläche. Die Feuchtigkeit kann aber auch bis ins innenliegende Mauerwerk durchdringen und auch dort zur Schimmelbildung in den innen liegenden Räumen beitragen.

 

Vorteil:
> Sehr rascher und positiver optischer Effekt

 

Nachteil:
> Es erfolgt keine Abtötung der Algenkolonien
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Hoher Wassereintrag in die Fassade und die Dämmung
> Organisches Material wird in die Fassade und Dämmung gepresst
> Aufrauhung der Fassadenoberfläche; besserer Haftgrund für Mikroorganismen

 

Kombiniertes Verfahren zur Entalgung der Fassade

Häufig werden auch Verfahren angewandt, die mit einer chemischen Vorbehandlung mit bleichenden bzw. tensidhaltigen Produkten durchgeführt wird. Danach erfolgt ebenfalls wieder eine mechanische Behandlung (z.B. Hochdruckstrahlen). Das optische Ergebnis ist durch Bleichung und Strahltechnik anfangs besser, aber die Bausubstanz ist im Nachhinein noch stärker geschädigt, da der Einsatz der Bleich- und Tensidmittel die Weichmacher und Stabilisatoren in Farbe und Putz häufig entfernt.

 

Vorteil:
> Sehr rascher und positiver optischer Effekt

 

Nachteil:
> Es erfolgt keine Abtötung der Algenkolonien
> Es erfolgt keine Myzelentfernung
> Hoher Wassereintrag in die Fassade und die Dämmung
> Organisches Material wird in die Fassade und Dämmung gepresst
> Aufrauhung der Fassadenoberfläche; besserer Haftgrund für Mikroorganismen
> Es verbleiben dauerhaft Gefahrstoffe in den obersten Wandschichten, aufgrund des Einsatzes eines Biozides
> Fassadenoberfläche ist geschädigt
> Erhöhte Kosten durch längere Bearbeitungsdauer

 

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